Ablauf

Von der Einfahrt bis zur Ausfahrt

Der ganze Vorgang dauert wenige Sekunden und verlangt vom Fahrer nichts. Hier steht, was in dieser Zeit passiert und was dafür am Standort steht.

Die Einfahrt

Sechs Schritte, wenige Sekunden

  1. 01

    Der LKW nähert sich der Zufahrt.

    Eine Kamera überwacht den Einfahrtsbereich. Erst wenn sich etwas bewegt, wird ein Bild ausgewertet — das schont Technik und Datenvolumen.

  2. 02

    Das Kennzeichen wird gelesen.

    Die Auswertung läuft auf einem Rechner direkt am Standort, nicht in der Cloud. In realen Tests liegt die Trefferquote bei 95–100 %, auch nachts und bei Regen.

  3. 03

    Der Abgleich.

    Das erkannte Kennzeichen wird gegen die angemeldeten Fahrzeuge geprüft: Ist dieses Fahrzeug für heute avisiert? Steht es auf der Sperrliste? Gehört es zu einem Zeitfenster?

  4. 04

    Die Entscheidung.

    Angemeldet: Die Schranke öffnet, ohne dass jemand etwas tut. Nicht angemeldet: Die Schranke bleibt zu, die Anzeige verweist an die Pforte, und die Disposition sieht das Fahrzeug sofort in der Liste.

  5. 05

    Die Torzuweisung auf der Anzeige.

    Der Fahrer liest im Vorbeifahren, wohin er muss — „Bitte fahren Sie zu Tor 07“. Auf Wunsch mit persönlicher Nachricht des Disponenten. Kein Aussteigen, kein Ticket, kein Anruf.

  6. 06

    Die Ausfahrt.

    Beim Verlassen wird das Kennzeichen erneut gelesen. Aufenthaltsdauer, Ein- und Ausfahrtszeit stehen automatisch im Protokoll.

Am Standort

Was am Standort steht

Eine Kamera je Fahrspur.

Wetterfest, mit Infrarot-Ausleuchtung für die Nacht. Montage an vorhandenem Mast, Wand oder Ausleger.

Ein Steuergerät im Schaltschrank.

Kleiner Industrierechner. Erkennt die Kennzeichen, entscheidet und schaltet die Schranke — auch ohne Internet.

Die Anzeigetafel an der Einfahrt.

Ein wetterfester Bildschirm, der die Torzuweisung anzeigt. Optional mit Livebild der Kamera, damit der Fahrer sieht, dass er erfasst wurde.

Der Anschluss an Ihre Schranke.

Über einen potentialfreien Kontakt — dieselbe Art Signal, die auch ein Handsender auslöst. Vorhandene Anlagen bleiben, wie sie sind.

Wie die Daten aus diesen Geräten verarbeitet und wo sie gespeichert werden, steht auf Sicherheit und Datenschutz.

Aufwand

Was Sie nicht brauchen

  • Keine Bauarbeiten und kein Erdaushub
  • Keine neue Schranke
  • Kein Terminal, an dem der Fahrer aussteigt und tippt
  • Keine Chipkarten oder Transponder, die verloren gehen
  • Keine eigene IT-Abteilung
Ohne Pforte

Wer öffnet, wenn niemand da ist

Wenn der Pförtnerplatz wegfällt, ist das die erste ehrliche Frage. Hier steht, wer im Ausnahmefall entscheidet — und wo die Grenze von Hofpilot liegt.

Der Regelfall braucht niemanden.

Angemeldete Fahrzeuge fahren durch — rund um die Uhr, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Für den geplanten Verkehr muss niemand vor Ort sein.

Der Ausnahmefall wird gemeldet, nicht abgewiesen.

Steht ein unangemeldetes Fahrzeug vor der Schranke, geht eine Meldung an eine hinterlegte Rufbereitschaft — Disposition, Schichtführer oder Standortleitung. Die Meldung enthält Kennzeichen, Uhrzeit und das Kamerabild. Sie läuft nicht in eine leere Pforte, sondern auf ein Telefon, das jemand in der Hand hat.

Öffnen von überall.

Wer die Meldung bekommt, öffnet die Schranke vom Handy aus — ohne App-Installation, über einen Link. Jede Fernöffnung wird mit Person, Uhrzeit und Grund im Protokoll festgehalten und ist später nachvollziehbar.

Dauergäste.

Speditionen, die regelmäßig kommen, lassen sich dauerhaft freigeben — je Kennzeichen, je Fuhrpark oder für ein Zeitfenster. Dann entfällt die Einzelanmeldung ganz, und der Anteil der Ausnahmefälle sinkt Woche für Woche.

Feuerwehr und Rettungsdienst.

Die Notzufahrt bleibt unabhängig von Hofpilot bestehen — Schlüsselschalter oder Feuerwehrschließung wie bisher. Hofpilot hängt nicht dazwischen und kann diesen Weg nicht blockieren. [[ Wert prüfen: welche Notöffnung am Pilotstandort verbaut ist ]]

Ehrlich zum Schluss: Ein Standort mit rund um die Uhr unangemeldetem Publikumsverkehr braucht weiterhin jemanden vor Ort. Hofpilot ersetzt die Pforte für den geplanten Verkehr, nicht für alles. Wie hoch Ihr geplanter Anteil ist, sehen wir im Gespräch in zehn Minuten.

Sonderfälle

Sonderfälle am Kennzeichen

Der Alltag an der Rampe besteht aus Ausnahmen. Für jede steht hier, was das System tut und was der Fahrer davon merkt.

FallWas Hofpilot tutWas der Fahrer merkt
Ausländische Kennzeichen (PL, RO, LT, CZ, BG, HU)Die Erkennung ist auf europäische Schilderformate eingestellt und liefert die Zeichenfolge samt Länderkennung. Anmeldung und Abgleich laufen wie bei einem deutschen Kennzeichen.Nichts. Der Fahrer fährt durch wie jeder andere. Die Anzeige zeigt die Torzuweisung; Text auf Wunsch zusätzlich in einer zweiten Sprache.
Zugmaschine und Auflieger mit zwei KennzeichenFührend ist das Kennzeichen der Zugmaschine, weil die Kamera es zuerst und am zuverlässigsten sieht. Das Aufliegerkennzeichen kann ergänzend hinterlegt werden.Nichts. Angemeldet wird die Zugmaschine — das ist die Angabe, die die Spedition ohnehin am ehesten kennt.
Wechsel der Zugmaschine bei gleichem AufliegerDie Anmeldung hängt am Auftrag, nicht am Fahrzeug. Wird eine andere Zugmaschine geschickt, kann die Spedition das Kennzeichen bis zur Ankunft selbst ändern.Wurde nicht geändert, ist es ein unangemeldetes Fahrzeug: Meldung an die Rufbereitschaft, Freigabe per Klick, danach fährt er zum Tor.
Wechselbrücken und Container ohne eigenes KennzeichenSie tragen kein Schild und werden nicht erkannt. Identifiziert wird die Zugmaschine; die Ladeeinheit wird über die Anmeldung zugeordnet.Nichts an der Schranke. Wer die Brücke absetzt und ohne sie wieder ausfährt, wird trotzdem korrekt als Ausfahrt erfasst.
Rote Kennzeichen, Kurzzeit- und AusfuhrkennzeichenWerden gelesen, sind aber selten vorangemeldet. Sie können als Einzelfreigabe für einen Tag hinterlegt werden.Ohne Freigabe: Anzeige verweist auf die Rufbereitschaft, Öffnung nach Rückfrage.
Verschmutztes, verschneites oder verdecktes SchildEs entsteht kein Treffer oder ein Treffer mit geringer Sicherheit. Unterhalb einer festgelegten Sicherheitsschwelle wird nicht geöffnet.Die Anzeige bittet um kurzes Warten, die Rufbereitschaft bekommt Bild und Vorgang und öffnet manuell. Der Vorgang wird trotzdem vollständig protokolliert.
Zwei Fahrzeuge dicht hintereinanderDie Schranke wird je Fahrzeug einzeln freigegeben. Die vorhandene Sicherungstechnik an der Schranke — Lichtschranke oder Induktionsschleife — bestimmt, wann sie wieder schließt.Das zweite Fahrzeug muss anhalten und wird eigenständig gelesen. Mitfahren hinter dem Vordermann funktioniert nicht.
Falsch gelesenes KennzeichenEin Zeichendreher führt in aller Regel zu keinem Treffer in der Anmeldeliste — es öffnet also nicht die falsche Tür, sondern gar keine. Korrekturen fließen in die Auswertung ein.Wie bei einem verschmutzten Schild: Hinweis auf der Anzeige, Freigabe durch die Rufbereitschaft. In der Einlernphase werden solche Fälle gezählt und ausgewertet.
Betrieb

Strom, Wetter und Winter

Was passiert, wenn die Rahmenbedingungen nicht mitspielen. Wo ein Wert am Pilotstandort noch festzulegen ist, steht das ausdrücklich dort.

Stromausfall
Ohne Strom bewegt sich keine motorbetriebene Schranke — auch heute nicht. Steuergerät und Kamera können über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung weiterlaufen, die Schranke selbst je nach Anlage nicht. Notentriegelung und Handkurbel bleiben die Rückfallebene der vorhandenen Anlage. [[ Wert prüfen: Überbrückungsdauer der USV und Art der Notentriegelung am Pilotstandort ]]
Wiederanlauf nach Stromrückkehr
Die Geräte starten selbstständig, es ist kein Eingriff nötig. Die Lücke wird im Protokoll als Ausfallzeitraum ausgewiesen, damit Ein- und Ausfahrten sauber nachgeführt werden können.
Internetausfall
Erkennung und Schranke laufen weiter, weil beides am Standort passiert. Vorgänge werden lokal gespeichert und übertragen, sobald die Leitung zurück ist. Nur Fernöffnung und Auswertung von außen ruhen so lange.
Betriebstemperatur
Kamera, Steuergerät und Anzeigetafel sind für den Außen- beziehungsweise Schaltschrankeinsatz ausgelegt. [[ Wert prüfen: Temperaturbereiche und Schutzarten der eingesetzten Kamera, des Steuergeräts und der Anzeigetafel ]]
Schnee, Salzfilm, tiefstehende Sonne, Beschlag
Infrarot-Ausleuchtung und ein enger Bildausschnitt helfen bei Nacht und Nässe. Gegen ein zugeschneites oder salzverkrustetes Schild hilft keine Technik — dann greift der Weg über die Rufbereitschaft. Gegenlicht wird über Montagewinkel und Belichtung beim Einmessen entschärft.
Winterdienst
Freihalten von Mast, Schranke und Fahrspur bleibt Sache des Standorts, wie bisher. Ein zugeschobener Schneewall vor der Induktionsschleife stört jede Anlage, nicht nur diese.
Selbstprüfung

Passt das an Ihre Zufahrt?

Sieben Punkte, die sich in zehn Minuten am Tor klären lassen. Wer sie vor dem Gespräch durchgeht, spart einen ganzen Termin.

Fehlt ein Punkt, ist das kein Ausschluss — Strom und Netz lassen sich fast immer herstellen. Bringen Sie die Liste einfach mit ins Demo-Gespräch.

Einführung

Von der Zusage bis zum ersten LKW

Sechs Wochen, davon drei im Parallelbetrieb. Je Schritt steht dabei, wie viel Zeit der Standort selbst investieren muss.

  1. Woche 0

    Vor-Ort-Termin

    Aufmaß der Zufahrt, Fotos, Festlegung der Torbezeichnungen und der Montagepunkte. Danach steht, was gebraucht wird.

    Standort: rund 2 Stunden, eine Person, die den Hof kennt.

  2. Woche 1–2

    Beschaffung und Vorkonfiguration

    Geräte werden beschafft und vorbereitet. Stammdaten, Tore, Zeitfenster und die regelmäßig anliefernden Speditionen werden angelegt.

    Standort: rund 2 Stunden für Torliste und Speditionsliste, gern als Tabelle.

  3. Woche 3

    Montagetag

    Kamera setzen und einmessen, Steuergerät in den Schaltschrank, Anschluss an die Schranke über den potentialfreien Kontakt, Anzeigetafel ausrichten.

    Standort: Elektrofachkraft für den Anschluss, Zugang zum Schaltschrank, ein halber Tag Begleitung.

  4. Woche 3–5

    Einlernphase im Parallelbetrieb

    Die Schranke wird noch wie bisher bedient. Die Erkennung läuft mit, wird gemessen und nachgestellt: Trefferquote, Fehlversuche, Sonderfälle. Erst wenn die Zahlen stimmen, wird umgeschaltet.

    Standort: praktisch nichts. Ein kurzer Blick auf den Wochenbericht.

  5. Woche 6

    Umschaltung und Abnahme

    Die automatische Öffnung wird scharf geschaltet, Rufbereitschaft und Fernöffnung werden eingerichtet, Disposition und Pforte werden eingewiesen.

    Standort: eine Einweisung von rund einer Stunde je Rolle.

Verantwortung

Sicherheit der Schrankenanlage und Haftung

Automatische Öffnung ändert nichts an den Pflichten rund um eine kraftbetätigte Anlage. Das gehört vor die Unterschrift, nicht danach.

Die Betreiberpflicht bleibt beim Standort.

Hofpilot liefert ein Schaltsignal an Ihre Anlage — so wie ein Handsender. Betreiber der kraftbetätigten Schranke bleiben Sie.

Die wiederkehrende Prüfung bleibt bestehen.

Die vorgeschriebene regelmäßige Prüfung der kraftbetätigten Anlage durch eine befähigte Person entfällt durch die Automatisierung nicht.

Sicherungstechnik wird vorausgesetzt.

Lichtschranke, Induktionsschleife oder Sicherheitsleiste müssen vorhanden und funktionsfähig sein. Hofpilot setzt sie voraus und ersetzt sie nicht.

Versicherer vorab informieren.

Wir empfehlen, die Umstellung auf unbesetzte Zufahrt vor der Inbetriebnahme mit dem eigenen Versicherer zu besprechen.

Wie Kennzeichen als personenbezogene Daten verarbeitet und wie lange sie gespeichert werden, steht auf Sicherheit und Datenschutz.

Sehen Sie den Ablauf an Ihrem eigenen Tor.

Was das für Ihren Standort kostet, steht auf der Seite Preise. Welche Ansichten Disposition, Pforte und Geschäftsführung dabei bekommen, zeigt die Seite Funktionen.

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15 Minuten, ohne Verpflichtung.